Ankündigung Laufplan September / Oktober 2015

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    • Laufplan September / Oktober 2015

      "Viele
      Leute,
      die
      in vielen kleinen Orten
      viele
      kleine Dinge tun,
      können
      das Gesicht der Welt verändern."
      Aus
      Afrika
      Dateien
      Rainer :)

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    • Nachtrag zum heutigen Lauf, 07.10.15

      Halde Oestrum in Duisburg


      Es sind einmal mehr
      die Straßennamen, die im Gewerbegebiet Mevissen in Oestrum, einem Teil
      von Duisburg-Bergheim, eine deutliche Sprache sprechen: Mausegatt und Geitling
      verweisen auf Kohleflöze und sind neben einem kleinen Denkmal mit einer
      Seilscheibe sichtbare Beweise dafür, dass hier einst aktiver Bergbau
      stattgefunden hat. Im westlichen Teil des heutigen Gewerbegebietes war
      dies die Zeche Wilhelmine Mevissen, die von 1912 bis 1973 Kohle
      förderte, im östlichen Teil die im gleichen Zeitraum entstandene Zeche
      Diergardt, die 1967 stillgelegt und deren Abbaufelder von Zeche
      Wilhelmine Mevissen übernommen wurden. Auf jenem Gelände finden sich
      heute ein Einkaufszentrum und eine Grünanlage namens Diergardtpark. Den
      Namen Oestrum findet man vor allem noch in Karten, nicht aber auf einem
      Ortseingangsschild.<img src="http://www.halden.ruhr/images/halde-oestrum_schild.jpg" alt="Betreten der Halde verboten" title="Betreten der Bergehalden verboten!" align="right" />

      Das Gewerbegebiet
      Mevissen wird im Norden durch einen langgestreckten, aber niedrigen
      Höhenzug begrenzt, der sich bei näherer Betrachtung als Bergehalde der
      Zeche Wilhelmine Mevissen herausstellt. Ein altes Schild mit Bezug auf
      die Bergverordnung des Steinkohlebergbaus von 1970 verbietet das
      Betreten – der Fußgängerweg, markiert durch weiß-rot-weiße Pfosten an
      der Straße, führt direkt am Schild vorbei auf die Halde und lässt den
      Spaziergänger die einst verbotenen Höhen erklimmen. Vom Klettern wird er
      wahrscheinlich hier allerdings nicht müde werden, denn die Halde
      Oestrum erhebt sich gerade einmal 14 Meter über die umgebende Flur und
      erreicht eine Höhe von 40 Metern über dem Meeresspiegel. Die Fläche
      beträgt je nach Auslegung der östlichen Ausdehnung etwa 8 bis 9 ha.

      Der Zugang von
      Seiten des Gewerbegebietes ist recht versteckt in der letzten Linkskurve
      der Hochstraße kurz vor dem Wendehammer am Ende und kann leicht
      übersehen werden. Zwischen den Grundstücken zweier Firmen geht es nach
      Norden zur Halde, deren Böschung bald erreicht ist. Der Weg teilt sich
      noch auf der Böschung dreieckförmig nach links und rechts auf und führt
      praktisch auf dem höchsten Kamm entlang. Dabei kann man in Richtung
      Osten bis zum besagten Diergardtpark laufen – oder, wenn man sich strikt
      immer geradeaus hält, weiter entlang ehemaliger Bahntrassen bis zum
      Überrest des einstigen Verladehafens der Zeche am Rhein unweit der
      Autobahnbrücke über den großen Strom.

      Der künstliche Berg
      ist recht dicht mit teils dornigen Büschen bewachsen, an einer Stelle
      wächst ein Birkenwald. Im Norden führt eine Hochspannungsleitung vorbei.
      Ausblicke beschränken sich (durch Büsche oder Schneisen hindurch) auf
      die nächste Umgebung – nicht einmal der Rhein ist zu sehen. Es schließen
      sich landwirtschaftliche Flächen und die Siedlung Asterlagen an.
      Westlich der Halde verläuft eine Güterbahn vom Bahnhof Trompet zur
      Chemiefabrik Sachtleben.



      [IMG:http://www.halden.ruhr/images/halde-oestrum1.jpg]

      Wegdreieck am höchsten Punkt der Halde Oestrum

      [IMG:http://www.halden.ruhr/images/halde-oestrum2.jpg]

      Wildwiesen und Büsche auf dem Grat der Halde



      [IMG:http://www.halden.ruhr/images/halde-oestrum_pano.jpg]

      Blick nach Osten vom Wegdreieck aus. Rechts geht es bergab ins Gewerbegebiet Mevissen



      [IMG:http://www.halden.ruhr/images/halde-oestrum3.jpg]

      Östlicher Weg des Dreiecks auf den Gipfel

      [IMG:http://www.halden.ruhr/images/halde-oestrum4.jpg]

      Blick auf Winkelhausen, Halde Rheinpreußen und die Güterbahn




      Fazit und Tipp des Webmasters: Aufgrund
      der Kleinräumigkeit und der beschränkten Sichtweite lohnt die Halde
      Oestrum nur für Haldenfans einen Besuch. Dafür sind umliegend zahlreiche
      andere Ziele empfehlenswert, wie der Toeppersee, die Rockelsberghalden am Rheinufer, der Rheinpark mit der Hochfelder Eisenbahnbrücke, oder das Schloss von Moers und das Geleucht auf der Halde Rheinpreußen.
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